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Willkommen in Międzyzdroje!

Geschichte

Die Villa Richter gilt als eine richtige Perle der Urlaubsort-Architektur im Jugendstil in Międzyzdroje. Das vornehme Ferienhaus wurde vom Besitzer einer Möbelfabrik aus Stettin, Max Richter, hinterlassen. Das Projekt der Villa wurde in dem Projektbüro eines gewissen Herrn Schloss – auch eines Stettiners – vorbereitet, die lokale Behörde genehmigte den Bau, und schon im Jahre 1908 stand an der Strandpromenade ein schönes Gebäude, das bereit war, seine ersten Gäste zu empfangen.
Für den Badeort Międzyzdroje (Misdroy) war es eine Zeit intensiver Änderungen – im 13.Jahrhundert gab es auf dem Gebiet der heutigen Stadt nur ein Fürstenwirtshaus, und bis Ende des 16.Jahrhunderts bestand dort nur ein kleines Fischerdorf, das lediglich 8 Familien zählte. Eine Wende stellte das Jahr 1832 dar, als das schlichte Fischerdorf durch die zunehmende Beliebtheit der Ostseetouristik in einen anerkannten Urlaubsort, und dann in einen Kurort verwandelt wurde. Um die Jahrhundertwende (19./20.Jahrhundert) wurden in Międzyzdroje die meisten öffentlichen Gebäude und die repräsentativsten Hotels und Gästehäuser errichtet. In den Jahren 1890-1910 wurden viele solche Objekte an der Strandpromenade gebaut.

Anfänglich konnten die Urlauber zwischen einzelnen Zimmern mit Vollverpflegung und Zweizimmer-Appartements mit Küche wählen. Mitte der 30-ger Jahre ging das Besitztum in die Hände der Geschwister Klingensberg, den Besitzer von zwei benachbarten Residenzen, über. Nach dem 2.Weltkrieg erhielt Międzyzdroje Stadtrecht (es wurde letztendlich 1947 bestätigt), die Villa Richter wurde durch den polnischen Staat übernommen. Seit 1948 wurde die Villa durch den Urlaubsfonds für Arbeiter verwaltet. Anfangs gab es hier das Ferienhaus „Huragan“, das nach einiger Zeit in das Ferienhaus „Rybitwa I“ umbenannt wurde.

Seit 1995 hat die Villa Richter einen privaten Besitzer: Auf Anregung des Besitzer fing eine Renovierung des Gebäudes an, damit es nach Jahren der Vernachlässigung in die Zeiten seiner Pracht zurückkehren konnte. Die notwendigen Renovierungsarbeiten waren auch mit einigen wesentlichen Änderungen der Funktionalität der einzelnen Objektteile verbunden. Beispielsweise wurde in den ehemaligen Wohnzimmern ein Restaurant eingerichtet und eins der Treppenhäuser wurde durch einen Personenaufzug ersetzt. Die Villa Richter wurde 2016 von neuen Besitzern erworben, was weitere Änderungen mit sich brachte. Das Gebäude wurde gründlich renoviert, überdies entstand ein neues, komfortables Appartement im Erdgeschoss. Der Komfort der Gäste wurde durch die Montage eines (nächsten) Personenaufzugs erhöht.

Architektonisch zeichnet sich die Villa Richter vor allem durch einen achtseitigen Turm in der Nord-Ost-Ecke aus, der mit einem glockenähnlichen Helmdach mit einer Spitze und Wetterfahne versehen ist, auf der das Jahr des Residenzbaus verzeichnet ist. Als Passant kann man auch die reich verzierte Fassade mit vergoldeten Gesimsen und stilvoller Dekoration, in der Blumen- und Pflanzenmotive vorherrschen, genießen. Besonders beachtenswert sind zwei Giebel, auf denen siebenzackige Sterne in Blumenkränzen untergebracht sind.

Seit 6.Mai 1995 besitzt die Villa Richter den Status einer Sehenswürdigkeit.